Die Grande Dame der IT-Zucht, Gräfin Stauffenberg, schrieb: „Der Irish Terrier ist ein Hund für jedermann. Den Älteren hält er jung, für einen Menschen ohne Freude ist er ein Lichtblick, dem Überforderten verschafft er Entspannung und Ausgleich, Einsamen gibt er einen Lebensinhalt. Eine wirklich wundervolle Rasse!“

 

Dieser Beschreibung können wir grundsätzlich zustimmen, besonders das „Eine wirklich wundervolle Rasse!“. Jedoch halten wir das „jedermann“ für völlig falsch. Das Gegenteil ist der Fall! Der Irish ist sicherlich kein Hund für jedermann. Er ist nicht massenkompatibel. Gibt es überhaupt einen (Rasse)Hund für „jedermann“? Jeder Mensch hat seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen, was ein Hund leisten soll und kann, wie der Hund in das eigene Leben passt, welche Charaktereigenschaften der Hund haben sollte und wie Mensch dem Hund gerecht werden kann.

 

Menschen, die absoluten Gehorsam wünschen, Menschen, die ein „Monchichi“ wollen, Menschen, die Mainstream mögen und Menschen, die einen Hund als Statussymbol oder zur Ego-Aufpolierung besitzen möchten, werden mit einem Irish unglücklich. Und umgekehrt. Ob ein Irish Terrier zu Dir passt, von seiner Art und seinen Ansprüchen an Haltung und Unterhaltung, zeigt Dir unsere ganz subjektive Einschätzung im Schnell-Check, in dem wir die wichtigsten Fragen, die uns immer wieder gestellt werden, beantworten.

Wenn Euch Fragen fehlen, schreibt uns über unser Kontaktformular. Wir nehmen diese gerne in die Checkliste mit auf.

Alles, was man über den Irish Terrier wissen muss im Schnell-Check

Der Irish Terrier im Check – ganz subjektiv

Ist ein Irish Terrier geeignet für Wohnungen?


Das Wichtigste für einen Irish ist nicht das Raumangebot, sondern dass er bei seinen Menschen sein darf und vom Kopf her ausgelastet ist. Wir haben schon einige Hunde in Familien abgegeben, die in Wohnungen in Großstädten leben. Solange der Irish genügend Auslauf und Zuwendung hat, ist es ihm egal, ob er in der Stadt, im Dorf oder auf einem Campingplatz lebt. Der Irish passt sich an, er ist genügsam und im Grunde seines Herzens völlig anspruchslos an seine Umwelt. Der Irish ist sogar ein sehr angenehmer Wohnungshund, da er sich hier eher ruhig verhält und höflich zu den anderen Hausbewohnern ist. Wenn man ihn allerdings fragte, würde er wohl ein Herumstreunen im Wald, auf einem Bauernhof oder einem Gestüt bevorzugen.




Ist ein Irish auch geeignet für Anfänger?


Eindeutig ja! Wir haben schon viele Irish Welpen auch in hundeunerfahrene Hände abgegeben. Bis auf einen absoluten Einzelfall sind alle Familien, Paare und Einzelpersonen mit ihren Welpen zurechtgekommen. Und alle Welpen haben sich zu prima Irish Terriern entwickelt. Sicherlich gibt es Hunde, die leichter zu erziehen sind als Irish Terrier. Jedoch sind unsere Irish auch robust genug, um Fehler, Inkonsistenzen und Inkonsequenzen bei der Erziehung zu verkraften und zu verzeihen. Irish sind hochsensible, unabhängige und selbstbewusste Hunde. Wichtig bei der Erziehung sind Liebe, Konsequenz und eine gute Hundeschule, die nicht der Soft-Fraktion „antiautoritär“ aber auch nicht der Hardcore-Fraktion angehört. Sucht Euch eine Hundeschule, die Erfahrung mit Terriern haben und die wissen, wie mit Irish Terriern umzugehen ist.




Wie robust sind Irish Terrier im Alltag?


Irish Terrier machen mit ihren Menschen alles mit: Sie sind tolerant kleinen Kindern gegenüber, sie sind aufmerksame Mit-Gastgeber bei lauten Parties, sie sind gerne auch in hektischen Büros mit dabei und halten gut den Stress einer Großstadt aus – vorausgesetzt, man hat sie von klein auf damit vertraut gemacht. Sie sind Hunde mit einer geringen Empfindlichkeit ohne dabei unsensibel zu sein. Irish sind unbekümmert, tolerant, widerstandsfähig und manchmal sogar dickhäutig. Und so können sie sehr gut mit einem lauten, chaotischen Haushalt und einem durchsetzungsstarken Besitzer umgehen.




Kann ein Irish alleine bleiben?


Der Hund ist von Natur aus ein Rudeltier. Auch der Irish liebt Gesellschaft. Er ist sehr eng mit seiner Familie verbunden, neigt aber nicht zu Sorgen oder sogar Panik, wenn er von seinem Besitzer alleine gelassen wird. Der Irish ist eine ausgeglichene Rasse und verträgt durchaus auch das Alleinsein in Maßen, wenn er von klein auf daran gewöhnt wurde. Spätestens alle 4 Stunden sollte man eh mit ihm zum Lösen rausgehen. Er ist jedoch kein Dauerschläfer, der den ganzen Tag dösend verbringt und auf seinen Herrn wartet, bis er von der Arbeit nach Hause kommt. In der Zwischenzeit wird er sich als intelligenter und neugieriger Hund zu beschäftigen wissen ... Wir empfehlen, gerade junge Hunde, die noch viele Flausen im Kopf haben, langsam und in Etappen an die Hundebox zu gewöhnen, wo sie mit einem leckeren Schweineohr oder Ochsenziemer beschäftigt, sich wie von selbst an langweilige Stunden gewöhnen können. Aber auch mit einem Schweineohr sollte der Welpe nicht den ganzen Vormittag alleine in der Box verbringen müssen. Zwingerhaltung ist für einen Irish absolut tabu. Er würde verkümmern bzw. schnell unter Hospitalismus leiden.




Verträgt ein Irish kaltes Wetter?


Verfügt der Irish über die korrekte doppelte Behaarung mit wärmender Unterwolle und schützendem, harten, regenabweisenden Deckhaar, kann er im Winter ohne Probleme und ohne Mantel auf seinen Spaziergängen zurechtkommen. Er stammt aus Irland, wo auch nicht gerade tropische Temperaturen herrschen. Solange sich der Irish bewegen und sich damit quasi von innen wärmen kann, macht ihm Kälte nicht wirklich etwas aus. Das Leben auf irischen Bauernhöfen, wo bestimmt nicht die besten Konditionen herrschten, haben den Irish zu einer anspruchslosen und robusten Rasse werden lassen. Ein Husky ist er allerdings nicht, so dass er nicht stundenlang bei eisiger Kälte draußen verweilen sollte.




Toleriert ein Irish heißes Wetter?


Bei heißem Wetter werden unsere Irish auch träge und verziehen sich in den Schatten bzw. liegen auf kühlenden Fliesen. Dennoch sind sie gerne mit dabei, wenn es auf Tour geht. Auch hier gilt, dass der Irish anspruchslos, robust und tolerant ist. Da er keine verkürzte Nase wie manch andere Rasse hat, hat er somit auch kein Problem beim Hecheln, was er zur Temperaturregulierung zwingend benötigt. Bei heißem Wetter und auch bei Sonnenschein mit niedrigeren Temperaturen – und das sollte nun wirklich jedes Kind wissen – darf kein Hund, auch kein Irish, im Auto bleiben, denn es droht innerhalb weniger Minuten ein Hitzeschlag. Also, nimm Deinen Irish bei heißem Wetter mit, sorge für Schatten und ausreichend Wasser und genießt dann das Leben in der Sonne!




Wie geht ein Irish mit seiner Familie um?


Der Irish Terrier ist ein ausgesprochen liebenswerter und loyaler Familienhund, der sich außerordentlich an seine Menschen bindet und diese aus tiefstem Herzen liebt. Ihr fühlt er sich verpflichtet, passt auf sie auf und stellt sich mutig einer drohenden Gefahr. Freunde und Verwandte begrüßt er überschwänglich, wobei er eine hervorragende Menschenkenntnis besitzt und denjenigen aus dem Weg geht und aufmerksam im Auge behält, die er für nicht astrein hält. Er ist kein Hund, für den es nur die eine Person gibt. Nein, er fühlt sich in der Familie pudelwohl und weiß sehr wohl von jedem einzelnen das Beste zu fordern – von Streicheleinheiten über Leckerlies bis hin zu Spaziergängen.




Ist ein Irish kinderfreundlich?


Die Irish Terrier haben die Kinderfreundlichkeit erfunden! Sie sind sanft und unglaublich tolerant zu Kindern, dabei robust genug, um laute Kinderschreie und unbeholfenes Spielen stoisch zu ertragen. Je früher Irish Terrier Welpen mit Kindern spielen und leben dürfen, umso besser können sie sich an sie gewöhnen und umso stressresistenter werden sie. Unsere Bewertungen sind natürlich Verallgemeinerungen und keine Garantie dafür, wie sich ein einzelner Hund verhalten wird, wenn er z.B. im Welpen- und Junghundealter keine Erfahrung mit Kindern machen durfte. Egal welche Rasse oder welcher Rassetyp, alle Hunde haben starke Kiefer, scharfe spitze Zähne und können unter stressigen Umständen beißen. Junge Kinder und Hunde jeder Rasse sollten deshalb immer von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden und nie alleine gelassen werden.




Kann ein Irish gut mit anderen Hunden?


Freundlichkeit gegenüber Hunden und Freundlichkeit gegenüber Menschen sind zwei völlig verschiedene Dinge. Der Irish Terrier ist kein Meutehund! „Devot“ und „zurückhaltend“ gehören nicht unbedingt zum Vokabular eines Irish Terriers. Die Natur hat ihn zum Sichdurchsetzen auf Jagd und Hof erschaffen. Entsprechend ist er anderen Hunden von Natur aus zuerst einmal nicht freundschaftlich gesinnt. Lernt der Irish Welpe spielerisch den positiven Umgang mit Artgenossen in einer guten Hundeschule und macht er in der Folgezeit gute Erfahrungen, dann kommt er auch mit anderen Fellnasen gut aus – solange er nicht provoziert oder attackiert wird. Dann wird aus dem Gentleman plötzlich der Daredevil, der immer noch in ihm steckt.




Wie reagiert ein Irish auf Fremde?


Das hängt ganz von der Situation ab, in der der Irish auf Fremde trifft. Liegt Stress in der Luft? Wie reagieren seine Menschen auf die Fremden? Wie verhalten sich diese Fremden? Mit seinem untrüglichen Instinkt kann er Menschen recht schnell als Freunde oder Feinde der Familie einschätzen. Auch ihm bisher unbekannte „Feunde“ werden schwanzwedelnd und springend begrüßt. „Feinden“ hingegen wird misstrausich und beobachtend, evtl. mutig und drohend bellend, jedoch nie aktiv aggressiv, begegnet. Ein Irish, der als Welpe viele verschiedene Menschen kennenlernen durfte, wird als erwachsener Hund besser auf Fremde reagieren.




Verliert ein Irish viele Haare? Hat er einen Fellwechsel?


Nein, der Irish Terrier hat keinen Fellwechsel. Sein Fell muss ca. drei- bis viermal im Jahr getrimmt werden. Dabei wird das abgestorbene Deckhaar von Hand rausgezupft und es verbleibt lediglich die dichte Unterwolle (siehe Kapitel „Trimmen“). Langsam wächst dann das neue Deckhaar wieder nach, das dann nach ca. 3 bis 4 Monaten wieder herausgetrimmt werden muss. Sobald sich das lange Haar am Irish scheitelt bzw. wenn man vermehrt Hundehaar auf dem Boden findet, dann ist wieder Trimmen angesagt. Frisch getrimmt und die ersten beiden Monate danach findet man kaum Haare vom Irish. Und noch etwas: Irish Terrier haben keinen ausgeprägten Geruch, auch bei Regenwetter nicht. Ein Züchterkollege sagte einmal: „Sie duften nach einem herben Männerparfum ... “. Eau d’Irlande, c’est manifique ...




Sabbert ein Irish Terrier?


Pardon? Der Irish Terrier hat keine Wabber-Lefzen und sabbert auch nicht. Es sind sehr reinliche Tiere, die jedem Ästheten und Sauberkeitsfanatiker das Herz höher schlagen lassen. Trinkt der Irish Wasser, können in seinem Bart natürlich Wassertropfen hängen bleiben, die dann zu Boden fallen. That's all.




Ist die Fellpflege eines Irish Terriers einfach?


Ja und nein. Ja: die Woche über reicht einmal durchbürsten und kämmen. Der Irish wird nicht gebadet, es sei denn, er hat sich in wohlduftender Losung geaalt. Nein: er muss drei- bis viermal im Jahr getrimmt werden, was je nach Fellqualität und Erfahrung des Trimmers zwischen 2 und 4 Stunden dauern kann. Danach hat man allerdings auch wieder für 3 bis 4 Monate seine Ruhe und ein sauberes Zuhause.




Ist die Rasse wirklich so gesund?


Ein eindeutiges Ja! Wir haben in der Rasse zwei Dispositionen: die Digitale Hyperkeratose (Corny Feet) und die Cystinurie. Geht man davon aus, dass man von einer Rassekrankheit spricht, wenn ca. 10 % der Gesamtpopulation betroffen sind, dann haben wir bei den Irish momentan gar keine Rassekrankheiten. Dennoch gibt es nichts zu beschönigen. Unter „ Dispositionen“ findet Ihr weitere, ausführliche Informationen. Eine Garantie auf Gesundheit kann kein seriöser Züchter geben. Und wenn doch, dann lasst die Finger von diesem Züchter! Über die ganze Rasse betrachtet, sind die Irish normalerweise wirklich bis ins hohe Alter fit.




Neigen Irish Terrier dazu, dick zu werden?


Irish neigen eigentlich nicht dazu, dick zu werden. Sie sind agile, aktive Hunde. Hält man sich an die Fütterungsempfehlung beim Trockenfutter oder an die Formel fürs Barfen, sollte der Irish bis ins hohe Alter eine gute Figur haben. Natürlich haben wir auch schon wirklich dicke Irish gesehen. Das liegt aber nicht an der Rasse, sondern an der falschen Fütterung. Irish haben wie alle gesunden Hunde einen herzhaften Appetit. Es kann nie genug sein. Wie beim Menschen kann durch zuviel Nahrung Übergewicht bei Hunden gesundheitliche Probleme verursachen. Deshalb haltet Euch strikt an die Fütterungsempfehlung und bewegt Euren Hund regelmäßig. Begrenzt die Leckerchen und stellt sicher, dass er nicht permanent Zugang zu Nahrung hat. Die Rippen eines gesunden Irish Terriers sollten deutlich spürbar, aber nie sichtbar sein. Der Irish ist eine elegante Erscheinung, und seine Silhouette sollte an die eines edlen Rennpferdes erinnern.




Wie groß werden Irish Terrier?


Der Irish Terrier hat eine attraktive Größe zwischen Airdale und Foxterrier – sein Stockmaß sollte ca. kniehoch sein. Damit ist er nicht zu klein, um als Hund nicht ernstgenommen zu werden und ist aber auch nicht zu groß und schwer, so dass man ihn ohne Probleme tragen kann, wenn es nötig ist. Im Standard stehen 45 cm Schulterhöhe für Rüden und Hündinnen. Die meisten Rüden werden ca. 48 bis 50 cm hoch und die meisten Hündinnen zwischen 46 und 48 cm. Wir versuchen möglichst Irish Terrier zu züchten, die auch von der Größe her nahe am Standard sind.




Lässt sich ein Irish gut erziehen?


Irish sind wirklich intelligente Hunde. Sie sind einfach zu trainieren, wenn sie Spaß dabei haben und einen Sinn darin erkennen. Sie sind sehr schnell in der Lage, eine Verbindung zwischen einer Aufforderung, einer Handlung und einer Konsequenz (Leckerchen) zu bilden. Irish Terrier Welpen sind meistens die Musterschüler in der Hundeschule, weil sie ganz flink kapieren, was von ihnen verlangt wird. Sie sind aber auch ebenso schnell gelangweilt und suchen sich neue Beschäftigungen bzw. lassen sich leicht ablenken. Andere Hunde brauchen mehr Zeit, Geduld und Wiederholung während des Trainings. Oftmals nähern sich Irish Terrier dem Training mit einer „Was ist für mich drin?“-Einstellung. Mit liebevoller Konsequenz und mit dem Setzen von Grenzen, kann man Irish durchaus gut erziehen. Aber immer dran denken, dass die Natur sie zum Durchsetzen geschaffen hat. So behalten Irish ihr Leben lang ihren eigenen Kopf. Wer das nicht akzeptiert und 100% Gehorsam verlangt, der wird mit dieser Rasse nicht glücklich.




Wie intelligent ist ein Irish?


Eigentlich ist diese Frage ein eigenes Kapitel wert. In aller Kürze: Es gibt fünf unterschiedliche Arten von Intelligenz: die instinktmäßige Intelligenz, die auf ererbten Fähigkeiten gründet; die adaptive Intelligenz, die erlernte Fähigkeiten beinhaltet; darüber hinaus noch die Arbeitsintelligenz sowie die Gehorsamsintelligenz – und nicht zu vergessen – ja, auch bei Hunden – die emotionale Intelligenz. Der Irish ist unterschiedlich begabt: am schwersten tut er sich mit dem Gehorsam. Entscheidend ist aber doch, was genau wollt ihr denn von ihm? Was soll er erfüllen? Hunde generell haben die Intelligenz von etwa zwei- bis dreijährigen Kindern. Von denen darf man doch auch nicht erwarten, dass sie alles zu 100 % erfüllen und rein rational handeln, oder? Das genau macht sie doch auch so liebenswert. Also, lasst Hund Hund sein. Die Intelligenz des Irish wird Euch dennoch überraschen. Versprochen.




Hat ein Irish einen ausgeprägten Jagdtrieb?


Immer wieder wird diese Frage gestellt. Und wir antworten dann: Irish sind Hunde! (ach, was!), sie sind Terrier und sie wurden unter anderem auch dafür gezüchtet zu jagen. Natürlich steckt noch viel Jagdtrieb in der Rasse. Dieser Jagdtrieb lässt sich durch entsprechende Erziehung einigermaßen in Zaum halten – oder auch ganz banal durch eine (Schlepp-)Leine. Ihr Trieb zu jagen ist zudem nicht so stark ausgeprägt wie zum Beispiel beim Deutschen Jagdterrier oder beim Parson Russel. Zudem fördern wir den Jagdtrieb nicht in unserer Zuchstätte und selektieren auch nicht nach jagdlichen Aspekten, wie dies andere IT-Zuchtstätten tun, deren Hunde dann auch völlig zurecht überwiegend in Jägerhände kommen. Der Irish ist kein Schoßhund. Und das soll auch so bleiben. Wer das will, findet unter den über 300 Rassen sicherlich andere Exemplare.




Wie bellfreudig ist ein Irish Terrier?


Ja, der Irish ist ein Hund. Und damit hat er von Natur aus die Berechtigung zum Bellen! Besonders, wenn er was hört, er Gefahr wittert, auf der Jagd ist (Hetzlaut) oder auch einfach nur aus Spaß beim Spiel. Wem das nicht passt, der möge bitte auf eine andere Tiergattung zurückgreifen – Chamäleons bellen unseres Wissens recht wenig.
Im Ernst: Da der Irish auch Aufgaben als Wachhund hatte, liegt ihm das Bellen natürlich im Blut. Im Gegensatz zu anderen Rassen ist er allerdings kein Kläffer und erst recht kein Dauerkläffer. Er schlägt nur dann an, wenn es nötig ist. Und genau das soll er.




Streunen Irish Terrier gerne?


Irish Terrier sind freier und unabhängiger als andere Hunde. Sie müssen einfach ihrer Nase folgen oder dem Hasen, der gerade über den Pfad gelaufen ist, selbst wenn es bedeutet, dass er Dich dabei zurücklässt. Dafür sind sie einfach zu neugierig, und es könnte ja auch einen Heidenspaß machen, ein paar Rebhühner, Karnickel oder Mäuse aufzustöbern und ihnen den Garaus zu machen. Oder mal gucken, was in der Nachbarschaft so los ist. Vielleicht fällt irgendwo ein Leckerlie ab? Oder gibt es da hinten nicht eine Rauferei, bei der man mal die anderen ordentlich aufmischen könnte? Deshalb unser Tipp: Laste Deinen Irish ordentlich aus, halte ihn unter Kontrolle und zäune Dein Grundstück mit einem 1,80 m hohen Zaun ein ...




Wie stark muss ich meinen Irish auslasten?


Einige Rassen kommen mit einem täglichen, gemächlichen Abendspaziergang um den Block aus. Andere brauchen viel Bewegung – vor allem solche Hunde, die ursprünglich für körperlich anstrengende Tätigkeiten wie Hüten oder Jagen gezüchtet wurden. Ohne genügend Bewegung und mentale Auslastung können diese Rassen an Gewicht zulegen und ihre aufgestaute Energie auf eine Weise ablassen, die Ihr vielleicht nicht mögen werdet, wie z.B. Bellen, Möbel anknabbern und Löcher im Garten graben. Irish Terrier sind energetische Hunde und hervorragend geeignet für Outdoorsportler, aktive Menschen oder solche, die ihren Hund in einem anspruchsvollen Hundesport, wie z.B. Agility, führen wollen. Keine Sorge, Irish Terrier wollen zwar ihre ausreichende tägliche Bewegung und ihre Beschäftigung, sind aber bei weitem nicht so anspruchsvoll wie z. B. die Energiebündel Border Collie oder Australian Sheperd. Bewertet Euer eigenes Aktivitätsniveau und Euren Lebensstil und überlegt, ob Ihr einen energetischen Hund wie den Irish als belebend oder störend empfindet.




Wie spielfreudig sind Irish Terrier?


Einige Hunde sind ewige Welpen, die immer um ein Spiel betteln, während andere ernster und ruhiger sind. Der Irish ist irgendwo dazwischen. Zwar immer für einen Schabernack, Spiel oder Abenteuer zu haben, so ist er aber auch vor allem im Haus ein ruhiger Zeitgenosse, und er weiß, wann es gerade nicht zum Spielen passt. Vieles hängt auch davon ab, wie Ihr Euren Irish erzieht und prägt. Wenn Ihr von Anfang an das volle Programm mit ihm macht von „Welpenspielstunde“, „musikalischer Früherziehung“, „Babyschwimmen“ und „Schokoladenosterhasen selber machen“, dann wundert Euch nicht, wenn der Irish (wie jeder andere Hund auch) genau dies auch ständig fordert. Wenn Ihr dem gerecht werden könnt, prima! Wenn nicht, dann passt die Aufmerksamkeit, die Ihr dem Irish widmen könnt, Eurer Zeit an. Der Irish ist sicherlich dankbar und macht Spiele gerne mit. Intelligent und ausdauernd ist er ja, um ein aufmerksamer Spielgefährte zu sein.




Geht ein Irish Terrier gerne schwimmen?


Unsere definitiv nicht. Wir haben schon alles probiert: Stöckchen ins Wasser geworfen, gelockt mit Würstchen, den Köter ins Wasser getragen. Schwimmen konnten alle. Aber nicht mit Vergnügen. Ist ja auch kein Wunder. Es sind Terrier! Von lateinisch Terra = Erde. Irish sind Erdhunde, keine Wasserhunde wie Retriever und Pudel. Ja, es gibt Irish, die vielleicht sogar gerne schwimmen. In ihren ursrpünglichen Genen liegt diese Affinität jedoch nicht. Auch bei Regen können Irish Terrier gefühlt 24 Stunden ihre Blase unter Kontrolle halten. Und um Pfützen machen sie wie selbstverständlich einen Bogen. Und wenn ihre Pfoten mal nass werden, dann schauen sie einen an und haben ein „Iiiiiiiiiiiiiieh“ in ihrem Gesichtsausdruck. Nein, Wasser ist definitiv nicht ihr Element.




Hilft eine Kastration bei einem zu dominaten Irish?


Wir sind klare Gegner einer Kastration aus Bequemlichkeitsgründen oder aus dem Irrglauben, dominate Hunde durch eine Kastration in ihrem Verhalten ändern zu können. Letzteres kann, wird aber in der Regel nicht eintreffen. Zudem kann man das gewünschte Ergebnis zuerst einmal über eine chemische Kastration testen, die dann ja auch wieder reversibel ist. Kastriert ist kastriert, und man fängt sich meist viele unerwünschte Nebeneffekte ein.
Aus unserer Erfahrung sollte man zuerst die Hundeschule oder den Trainer wechseln und eine andere Art der Erziehung probieren, bevor man den chirurgischen Eingriff vornimmt. Was in der Präge- und Erziehungsphase falsch lief, wird eine Kastration nicht wieder gut machen können.





Nicht alle auf unserer Website gezeigten Irish Terrier sind aus unserer Zucht oder befinden sich in unserem Besitz oder Eigentum. Die Nutzungsrechte dieser Fotos sind geklärt (siehe Bildnachweis im Impressum) und liegen uns vor bzw. es bestehen keine Urheberrechte mehr.

IMPRESSUM & DISCLAIMER

DATENSCHUTZ