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Die Philosophie unserer Irish Terrier Zucht

 

Züchten bedeutet für uns, erstklassige Vertreter einer Rasse miteinander zu verpaaren, um möglichst den Rassestandard zu erreichen, also den „idealen“ Irish Terrier zu züchten – sowohl phänotypisch, wie charakterlich. Das Ziel jeder Zucht muss sein, die rassetypischen Merkmale laut Standard zu festigen und dabei weder Wesen noch Gesundheit außer Acht zu lassen. Wir haben uns –  auch unter Berücksichtigung der Gesamtpopulation – dazu entschlossen, auf eine verantwortungsvolle, ausgleichende, sehr weit gefasste Linienzucht zu setzen. Aus eigener Erfahrung lehnen wir eine enge Linienzucht für unsere Zuchtstätte ab. Wie der renommierte Genetiker Hellmuth Wachtel empfiehlt, verpaaren wir Gleiches mit Gleichem (Typ, Anatomie, Wesen, Gesundheit) und versuchen gleichzeitg durch eine Ausgleichszucht unerwünschte Merkmale zu minimieren. Der Weg ist sicherlich länger und mühseliger, aber für die Rasse nachhaltiger und das Individuum gesünder.


Zunächst möchten wir die Grundbegriffe der Zuchtmethoden und die Möglichkeiten und Grenzen sowie Vor- und Nachteile der Zuchttechniken erklären. Zudem werfen wir einen kurzen Blick auf die Begriffe Inzuchtkoeffizient (IK) und Ahnenverlustkoeffizient (AVK).
 

Unterschiede zwischen den Zuchtmethoden bestehen eigentlich nur im Verwandtschaftsverhältnis der zur Zucht eingesetzten Tiere. Die Zucht von Rassehunden kennt folgende Zuchtmethoden: Inzestzucht, Inzucht (Linienzucht), Outcross, Merkmalszucht (Ausgleichszucht).

Wem das alle zu theoretisch und wissenschaftlich ist, der liest einfach bei „Unser Ansatz: Die Mischung macht’s!“ weiter.

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Die Inzestzucht ist eine Verpaarung zwischen Verwandten 1. Grades, also zwischen Eltern und deren Kindern oder zwischen Vollgeschwistern. Die Inzestzucht ist in Deutschland nicht erlaubt.
Als unsere heutigen Rassen entstanden, kam man über die Inzestzucht schnell zur Festigung der gewünschten Merkmale. Völlig zurecht ist diese Zuchtmethode in der modernen Rassehundezucht in Deutschland verboten, denn die Gefahr von Krankheiten und Degeneration ist viel zu hoch und unkontrollierbar.

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Die Inzucht ist die gezielte Verpaarung von Tieren, die näher miteinander verwandt sind als zwei zufällig aus der Population herausgegriffene Tiere. 

Die Inzucht erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein vom Vatertier übertragenes Gen mit dem der Mutter übereinstimmt. Beide Gene gehen dann auf einen gemeinsamen Ahnen oder mehrere gemeinsame Ahnen zurück. Inzucht steigert die Homozygotie, also die Reinerbigkeit und damit die Wahrscheinlichkeit auf ein gewisses Merkmal. Diese Steigerung der Wahrscheinlichkeit ist es, woran viele Züchter interessiert sind, weil sie somit schneller und vermeintlich sicherer vorankommen. 

Doch durch diese Zuchtmethode wird die Vielfalt dessen, was der ingezüchtete Hund vererben kann, mitunter stark eingeschränkt – im Positiven wie im Negativen. Erst durch die Zunahme von reinerbigen Merkmalen bei gleichzeitiger Verminderung von mischerbigen Merkmalen entstehen einheitlichere Typen. Bei einem hohem Inzuchtgrad ist jedoch mit einer Inzuchtdepression zu rechnen, was auf lange Sicht unweigerlich zu einer verminderten Vitalität, Fruchtbarkeit, Leistungsfähigkeit, Intelligenz und einer Festigung bzw. gar Entstehung von Erbkrankheiten führt.

Ist ein Tier ingezüchtet, vererbt es voraussichtlich seine Eigenschaften stärker als ein genauso guter, aber mischerbig gezüchteter Hund. Tiere einer Rasse mit „bunter“ Ahnentafel sind nicht unbedingt die stärksten Vererber, auch wenn sie äußerlich vorzüglich und typvoll sind. Nachweislich übertragen liniengezüchtete Hunde ihren Typ verstärkt auf ihre Nachkommen, sie drücken ihren Stempel auf.

 

Inzucht führt dazu, dass immer mehr Eigenschaften reinerbig werden, also in beiden Chromosomensätzen gleich vorhanden sind. Mit jeder Inzucht-Generation nimmt die Mischerbigkeit ab und die Zuchtergebnisse werden immer vorhersehbarer. Das, was die Elterntiere an Eigenschaften zeigen, ist bei der Inzucht im höheren Masse auch das, was sie vererben – positiv wie negativ. Durch die Reinerbigkeit liefern sie im Endeffekt weniger Überraschungen. Der Züchter sollte genaue Kenntnis der Eigenschaften der Zuchttiere haben, auf denen er seine Linie aufbauen möchte. Das setzt enorm viele Recherchen und vor allem ehrliche Züchterkollegen voraus.

 

Das Ziel der Inzucht ist es, die guten Qualitäten und Anlagen so zu festigen, dass diese möglichst sicher an ihre Nachkommen weitervererbt werden.

 

Es ist enorm wichtig, von einer noch so durchdachten Linienzucht immer wieder „abzuweichen“, um die genetische Varianz zu verbessern, denn genetische Vielfalt bedeutet Fitness. Fitness bedeutet ja letztlich nicht nur körperlich gesund und von guter Statur zu sein, sondern auf genetischer Ebene durch den vielfältigeren Bestand an Genen adäquat auf Krankheiten und Umwelteinflüsse reagieren zu können. Entgegen dessen scheint es ein weit verbreiteter Irrglaube zu sein, dass man mit konsequent (eng) liniengezogenen Hunden eine breite Zuchtbasis schaffen kann, wenn man die wenigen Hunde, die man hat, mit eng verwandten nur ordentlich vermehrt. Dass der Genpool unwiderruflich geschwunden ist und man so nicht mehr herauskommt, ist vielen Züchtern wohl nicht bewusst, weil sie nicht konsequent über den Genpool der Population nachdenken. So wie die Linienzucht die positiven Eigenschaften bündelt, so kann sie aber mit nur einem einzigen rezessiven Defekt, der z. B. über einen Popular Sire verbreitet wird, beschleunigt in der gesamten Population verbreitet werden (ein deutscher Deckrüde hat über 440 Nachkommen hervorgebracht und sich später als Vererber von Cystinurie herausgestellt!). Deshalb ist es zwingend notwendig, von der Linienzucht immer wieder abzuweichen, um die Fitness einer Rasse zu erhalten. Dies auch in Bezug darauf, dass allein die Zucht einer Rasse ohnehin mit einem Verlust der genetischen Vielfalt einhergeht, wenn auch langsam, aber umso schneller, je kleiner die Population ist. Lediglich wenn die Population möglichst breit aufgestellt ist, wird dieser Vorgang ausgebremst.

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In den Köpfen vieler Menschen ist Linienzucht meistens positiver konotiert als die Inzucht. Das hat jedoch keine sachliche Grundlage, da in der Literatur tatsächlich kein Unterschied zwischen den beiden Begriffen „Inzucht“ und „Linienzucht“ gemacht wird. 

So wie die Inzucht, wird auch die Linienzucht als eine Verpaarung von Tieren definiert, die näher miteinander verwandt sind als der Durchschnitt der Rasse.

Linienzucht ist eine Form der maßvollen und sinnvollen Inzucht, bei der die Zuchtpartner verwandt, aber bei weitem nicht so eng verwandt sind wie bei der Inzestzucht.

Linienzucht ist eine abgeschwächte Verwandtschaftszucht, bei der die Zuchttiere innerhalb der engeren oder weiteren Verwandtschaft sorgfältig nach ihren Körper- und Wesensmerkmalen ausgewählt werden.

Dennoch bedeutet Linienzucht auch Inzucht; lediglich der Inzuchtkoeffizient (IK)* und der Ahnenverlustkoeffizient (AVK)* sagt uns, wie eng die Hunde gezüchtet sind (siehe unten).

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Outcross darf nicht mit der einfachen Verpaarung kaum verwandter Tiere, also der Merkmalszucht, verwechselt werden. 

Outcross ist ein wichtiges Instrument der Linienzucht! Es ist eine gute Methode, mit einzelnen Linien gezielte Auskreuzungen machen zu können. Outcross findet nur statt zwischen einer liniengezüchteten Hündin und einem genetisch fremden selbst aber liniengezüchteten Rüden. Daraus kann man einen neuen Impuls für die eigene Zucht gewinnen. 

Die Auskreuzungspaarungen bringen oft sehr schöne und besonders typische und gesunde Nachkommen (Heterosiseffekt). Diese Nachkommen sind voraussichtlich keine besonders starken Vererber, da sie einen sehr hohen, weit über dem Rassedurchschnitt liegenden Anteil an heterozygoten Genen besitzen. Sie können jedoch zur Auffrischung der beiden Elterntiere, also zur Rückkreuzung in eine der beiden Ursprungslinien zurück, sehr gut geeignet sein. 

Die Ausgangslinien müssen grundsätzlich möglichst getrennt weitergeführt werden. Schon bei der Paarung zweier ausgekreuzter Hunde mit verschiedenen Elternlinien untereinander, verliert sich dieser Heterosiseffekt nahezu komplett.

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Die Merkmalszucht ist eine Verpaarung von nicht oder sehr wenig miteinander verwandten Hunden der gleichen Rasse. Diese Zuchtmethode stellt eine Selektion nach bestimmten Merkmalen dar, wie zum Beispiel Fell, typvoller Ausdruck, obere Linie oder bei Arbeitslinien die erwünschten Leistungen. 

Der Grundgedanke der Merkmalszucht ist eine Zucht mit gleichen Zuchtpartnern im Phänotyp. 

Es werden also Tiere verpaart, die über ein gleiches Merkmal verfügen, deren Genausstattung aber ungleich ist. Es ist somit im Gegensatz zur Linienzucht unwahrscheinlicher, dass sich das gewünschte Merkmal verstärkt weiter vererbt. 

Die Merkmalszucht erhält die Mischerbigkeit in einer Rasse und ist damit Garant für einen größeren Genpool. Über die Merkmalszucht sind allerdings die Zuchtfortschritte eher gering und der Züchter benötigt viel länger – falls es ihm überhaupt gelingt – bis er seine Vorstellungen von Rassetyp und Wesen in seinen Hunden erreichen kann. 

Die Merkmalszucht folgt der Annahme: Gleiches x Gleiches ergibt Gleiches. Bei dieser Zuchtmethode werden die Nachkommen jedoch mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit ihren Eltern ähnlich sehen und ihre Eigenschaften an ihre Nachkommen nicht so sicher weitergeben können, da keine Reinerbigkeit vorliegt. 

Der Züchter sucht für die Merkmale seiner Hündin, die er verbessern möchte, einen Rüden, der in diesen Merkmalen vorzüglich ist. Er erhofft sich bei den Nachkommen eine Verbesserung der Negativ-Merkmale, möglichst unter Bewahrung der vorhandenen Positiv-Merkmale beider Elterntiere. 

 

Die Merkmalszucht ist grundsätzlich eine Möglichkeit. Doch wer ausschließlich so züchtet, kommt nur durch Zufall zu einem positiven Ergebnis und ohne Garantie des dauerhaften Erhalts gewünschter Merkmale. Die Regel, dass Gleiches x Gleiches Gleiches hervorbringt kann aufgrund der Genetik nicht bestätigt werden, da phänotypische Merkmale unterschiedliche Genotypen haben, die sich bei weiterer Durchmischung im Phänotyp wieder löschen. Außerdem bringen gewollte Merkmale auch andere Merkmale mit sich, weil der Erbgang u. U. multifaktoriell ist. Damit wird das Ergebnis noch chaotischer. So ist auch die Absicht, dass man die schlechten Eigenschaften des einen Tieres mit den guten des anderen ausgleichen kann, oftmals Wunschdenken. Das kann bei einzelnen Individuen funktionieren, sicherlich aber nicht verlässlich in der Masse und auf Dauer.

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Der IK berechnet in Prozent, wie viele gemeinsame Ahnen in einem Stammbaum vorhanden sind oder wie viele gemeinsame Vorfahren zwei Hunde haben, die miteinander verpaart werden sollen. Die Ahnen eines bereits mehrfach aufgeführten Vorfahren werden hier nicht mehr erfasst, da diese bereits automatisch vorhanden sind. Der Inzuchtgrad sollte, je nach Population der Rasse, so klein wie möglich sein. Den Inzuchtkoeffizienten selbst zu berechnen ist fast schon höhere Mathematik, jedoch besteht die Möglichkeit, ihn sich über www.irishterriers.eu für einen geplanten Wurf erstellen zu lassen.

 

Der AVK berechnet in Prozent, wie viele Ahnen durch mehrmals vorkommende Vorfahren, verloren gehen. Hierbei orientieren wir uns an der gebräuchlichen Berechnung über fünf Generationen, also 62 möglicher Ahnen, wie sie bei den meisten Genetikern, auch im Ausland, üblich ist. Die Formel ist recht einfach: 1 – Av/Am (Av = Ahnen vorhanden, Am = Ahnen möglich = 62). 

 

So hat eine importierte Hündin einer Zuchtstätte in Deutschland in ihrer Ahnentafel 27 Ahnen doppelt oder gar dreifach.

1 – 35/62 = Ahnenverlustkoeffizient von 0,44, bedeutet, dass die Hündin nur 56 % ihrer maximal möglichen Ahnen hat. Ihr Bruder wird ebenfalls in Deutschland eingesetzt. Wird mit beiden Linienzucht betrieben, kann man sich leicht ausrechnen, wohin dies führt.

 

Werden z. B. zwei nicht miteinander verwandte Tiere verpaart, die jedoch beide aus einer Linienzucht stammen, so können die Welpen zwar 0% Inzuchtgrad haben, aber doch einen hohen Ahnenverlust. Der AVK sollte, je nach Population der Rasse, immer so hoch wie möglich sein, also Richtung 0 tendieren, bzw. möglichst 100 % der möglichen Ahnen vorweisen.

 

Der Ahnenverlust sollte nach einer Faustregel möglichst nicht unter 85 % liegen (= AVK 0,15), was auch die GKF empfiehlt. Vor ein paar Jahren lag die Empfehlung noch bei „nicht unter 80 %“. Man sieht hieran, dass der Genpool über alle Rassen gesehen immer kleiner wird und wir als Züchter in der Verantwortung sind.

Unser Ansatz: Die Mischung macht’s!

 

Wir haben das Ziel, unsere Hunde von Generation zu Generation zu verbessern. Den perfekten Irish Terrier wird es wohl nie geben. Jeder Hund hat seine Punkte, an denen wir arbeiten und die wir optimieren möchten. Entsprechend suchen wir uns Partner aus, die uns dieses Verbesserungspotenzial (hoffentlich) bringen (= Ausgleichszucht).

Enge Linienzucht, hohe Inzuchtkoeffizienten und hohe Ahnenverluste lehnen wir strikt ab. Damit haben wir einfach keine guten Erfahrungen gemacht. Ein paar unserer Würfe seit 2003 waren enger gezüchtet und wiesen Inzuchtkoeffizienten zwischen 20% und 25% auf. Der höchste Ahnenverlustkoeffizient lag bei uns bei 0,32. Seitdem setzen wir strikt auf genetische Vielfalt, auch wenn wir immer wieder Rüden einsetzen, die Linie und enger gezogen sind als unsere Hunde selbst (siehe Outcross). Wenn irgendmöglich streben wir Verpaarungen an, deren Ahnenverlust bei maximal 15 % liegt; dies ist die Empfehlung von Genetikern und der GKF, der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung. Bis vor Kurzem war für uns noch die 20 %-Grenze der Richtwert, an dem wir uns auch orientierten. Nun folgen wir der Empfehlung der GKF und anderer Zuchtvereine, die Rassen mit einer kleinen Population vertreten und die 15 % als Vorgabe beim Ahnenverlust haben.

 

Leider machen sich viele Zuchtstätten kaum Gedanken darüber, was sie unserer kleinen Population antun, wenn sie Verpaarungen vornehmen, die nach unserer Meinung nach völlig unethisch sind. So hat im Jahre 2020 und 2021 eine Irish Terrier Zuchtstätte in Deutschland zwei Verpaarungen durchgeführt, deren Ahnenverluste bei 45 % und 47 % lagen, das ist ganz nahe an dem Ahnenverlust einer Vollgeschwisterverpaarung! Über die Unkenntnis der Zuchtstätte bzw. das Zurverfügungstellen des Deckrüden zu solch einer Verpaarung kann man nur den Kopf schütteln.

Eine weitere Zuchtstätte setzt eine importierte Hündin ein, die sage und schreibe einen Ahnenverlust von 44 % hat und mit der weiter Linienzucht betrieben wird.

Es möge jeder selbst entscheiden, ob er von solch einer Zuchtstätte einen Welpen möchte.

 

Wir können nur jedem Welpeninteressenten empfehlen, äußerst kritisch zu sein, zu hinterfragen und und sich zumindest den Ahnenverlust zeigen zu lassen. Den Ahnenverlust sollte jeder Züchter leicht ausrechnen können. 

 

Gerade bei einer Rasse mit kleiner Population und die als vulnerabel eingestuft ist, wie bei unseren Irish Terriern, können die Folgen fatale Ausmaße annehmen, denn eine zu enge Linienzucht verringert auch zusätzlich die genetische Vielfalt. Der Genpool wird immer kleiner, die Verwandtschaft der Tiere steigt, ganze Blutlinien können verschwinden und Gene gehen für immer verloren.

 

Das Ziel der Züchterschaft sollte es daher sein, Hunde miteinander zu verpaaren, die möglichst wenige gemeinsame Vorfahren haben, um der Verbreitung von Erbkrankheiten vorzubeugen und die genetische Vielfalt zu erhalten. Die enge Linienzucht einhergehend mit einem hohen Ahnenverlust jenseits der 20 % schließen wir selbstkritisch und aus der eigenen Erfahrung heraus aus.

Fazit: Wir bevorzugen eine Mischung aus einer sehr gemäßigten Linienzucht unter Verwendung von Outcross und achten auf eine Ausgleichszucht, um unsere Hunde vital und den Genpool vielfältig zu halten.

 

Wir legen Wert darauf, dass der Inzuchtkoeffizient möglichst gering ist und der Ahnenverlust zukünftig nicht weit über 15 % liegt, im Idealfall deutlich darunter. Zudem nehmen wir uns durch Outcross-Verpaarungen immer wieder frisches Blut in unsere Zuchtstätte und wählen die Tiere danach aus, dass sie vom Typ her zueinander passen (Gleiches mit Gleichem) und Negativ-Merkmale der Hündin durch den Deckrüden möglichst ausgeglichen werden können – und umgekehrt.

 

Großen Wert legen wir ebenfalls darauf, mit befreundeten in- und ausländischen Züchtern zusammenzuarbeiten und vielversprechende Welpen für die deutsche Zucht zu importieren, eigene Welpen zu exportieren oder zu einem exzellenten Deckrüden ins Ausland zu fahren. Aber auch diese Maßnahmen bedürfen großer Sorgfalt und Recherchen, um enge Verwandtschaften auszuschließen. Denn oft finden sich gleiche Ahnen auch im Ausland wieder, vor allem bei ambitionierten Zuchtstätten, die Wert auf Qualität legen.

 

Unser Tipp für Welpenkäufer: Seid höchst kritisch und vorsichtig und lasst euch zumindest den Ahnenverlust der Welpen über 5 Generationen belegen. Meidet Welpen, deren Ahnenverluste jenseits von 20 % liegen. Das ist – wie bereits geschrieben – für die Rasse und für das Individuum schädlich und in unseren Augen unethisch. Irish Terrier ist eben nicht gleich Irish Terrier. 

 

Setzt stattdessen auf genetische Varianz, eine robuste Gesundheit und ein einwandfreies Wesen, damit ihr möglichst lange Freude an eurem Irish Terrier habt. Damit tragt ihr auch dazu bei, dass die Rasse ausreichend breit aufgestellt ist.

Danke an die Tierärztin Regine Gebhardt, die uns fachlich bei diesem Artikel unterstützt hat.