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Gedanken und Erläuterungen zum Welpenpreis eines Irish Terriers

 

Ja, wir verstehen uns als reine Liebhaberzucht, aus voller Überzeugung und aus unserem sicherlich hohen Qualitätsanspruch heraus. Wir investieren permanent enorm viel Zeit, sehr viel Herzblut, Liebe und auch Geld in unsere Zuchtstätte, in unsere Hunde, in Ausstellungen, in die Betreuung der Welpenkäufer und in eine informative Website. 

 

Kaum eine andere Zuchtstätte von Irish Terriern in Deutschland hat in den letzten Jahren ausschließlich auf schwedische und amerikanische Deckrüden gesetzt wie wir. Zudem importieren wir Hunde bester Linien aus den USA und stehen in engem Austausch mit renommierten Zuchtstätten weltweit. Denn nur so ist garantiert, dass unsere Hunde und unsere Welpen einen gleichbleibend hohen Standard halten. Die Verbesserung der Rasse von Generation zu Generation ist eine Aufgabe, der wir uns stellen. Wir tun alles, damit unsere Irish unter allerbesten Bedingungen ein sorgenfreies und artgerechtes Leben führen können und dass unsere Welpen neben besten Anlagen auch eine exzellente Prägung mitbekommen, so dass aus ihnen später gesunde, wesensfeste und tolle Familienhunde werden.

Die Fotos oben zeigen übrigens unseren A2-Wurf aus Merrymac Goldfinger mit Caramel’s Winning Wilma (aus diesem Wurf sind Lenny und Alisha). Auch Laien werden leicht erkennen, welche Qualität in unseren Hunden steckt, dass diese korrekt aufgebaut sind, vorzüglich im Ausduck sind und beste Fell- und Farbanlagen haben.

 

„Gut“ kann nicht billig und „billig“ kann nicht gut sein.

 

Unsere Irish Terrier sind wahrlich keine Schnäppchen, sondern für Menschen bestimmt, die auf Qualität Wert legen und die verstehen, dass „gut“ nicht billig und „billig“ nicht gut sein kann. Etwas Besonderes gab es noch nie zum Discount-Preis. Zudem verstehen wir nicht, warum ein Irish Terrier in Deutschland überall gleich viel kosten muss. Weder Autos der gleichen Klasse von verschiedenen Herstellen kosten gleich viel, auch sind Restaurantbesuche unterschiedlich teuer, Lebensmittel von discount bis deluxe werden unterschiedlich bepreist und Kleidung gibt es von NKD bis DKNY. Es kann jeder leicht nachvollziehen, warum es unterschiedliche Preise gibt. Wir müssen, werden und möchten auch nicht jeden bedienen. Qualität kostet. Punkt.

 

Jeder Hundezüchter muss Umsatzsteuer bezahlen! 

 

Das Finanzgericht Münster hat in einem Urteil (AZ.: 5 K 3037/19 U) 2021 festgestellt, dass grundsätzlich jeder Hundezüchter umsatzsteuerpflichtig ist, sofern er regelmäßig züchtet und für den Verkauf seiner Welpen z. B. eine eigene Website betreibt.

 

Da wir eine ordnungsgemäß angemeldete Zuchtstätte sind und wir uns selbstverständlich an Regeln und an Gesetze halten, führen wir natürlich für jeden verkauften Welpen 19% MwSt. ab. Wir gelten nicht als „gewerblich“, weil wir keine drei Zuchthunde bei uns zuhause haben. Umsatzsteuer zahlen müssen wir trotzdem. Dabei ist es egal, ob mehrere Hunde zur Zucht gehalten werden, egal, ob ein, zwei oder mehrere Würfe pro Jahr fallen und egal, ob mit der Zucht Gewinne erwirtschaftet werden oder nicht.

Nach diesem verbindlichen Urteil haben wir den Welpenpreis der aktuellen Rechtslage angepasst und wir sind uns sicher, dass in naher Zukunft auch andere Züchter dies tun werden und tun müssen, um rechtskonform Welpen zu verkaufen.

 

Eine verantwortungs- und qualitätsvolle Zucht erfordert einen hohen privaten Einsatz 

 

Hundezucht ist für uns eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen, die wir uns vorstellen können. Jedoch bedeutet eine gewissenhafte und seriöse Hundezucht zeitlich gesehen den Einsatz von unzähligen Stunden. Unsere Hundezucht ist im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten in unserem Leben extrem zeitraubend sowie zeitintensiv und beansprucht unser Privatleben sehr. Viele Dinge und Menschen bleiben jenseits der Hunde schlicht und ergreifend auf der Strecke.

 

Jeder Tag hat einen großen Anteil an Themen, die wir im Rahmen der Hunde und der Zucht zu erledigen haben und die Zeit und Geld kosten. Permanent beschäftigen wir uns abwechselnd mit und kümmern uns um: 

  • Pflege der Homepage

  • Betreuung der Social Media Kanäle

  • Beantworten von E-Mails

  • Austausch mit anderen Zuchtstätten, national und international

  • Unterstützung von Newcomern in der Rasse

  • Ausstellungen im In- und Ausland

  • Planungen, Vorbereitungen und Trimmen für die Ausstellungen

  • Telefonate und Besuche von Welpeninteressenten und -käufern

  • Tierarztbesuche

  • Zuchttauglichkeitsuntersuchungen und -prüfungen

  • Deckrüdensuche und die vorherige Besichtigung geeigneter Rüden

  • Vorsorgeuntersuchungen der tragenden Hündin

  • Geburtsvorbereitungen und die eigentliche Geburt

  • Permanente Betreuung der neu geborenen Welpen

  • Welpenaufzucht und -prägung

  • Abtrimmen der Welpen vor der Abgabe

  • Erstellung von Welpen-Informationsordnern

  • Allgemeiner Papierkram mit Klubs und Verbänden

  • Betreuung von fremden Welpenkäufern, die von ihren Züchtern alleine gelassen werden

  • Kynologische Fortbildungen und Seminare

  • Nachzuchtkontrolle

  • Betreuung der erwachsenen Hunde (Bewegung, Fressen, Trimmen, Beschäftigung)

 

Bei uns gibt es nur eine TOP-Aufzucht, eine TOP-Haltung und eine TOP-Betreuung!

 

Wir legen sehr viel Wert auf eine Top-Aufzucht und darauf, dass unsere Hunde in allerbeste Hände kommen. Das erfordert viel Engagement und noch mehr Zeit sowie jedes Jahr einen nicht unerheblichen monetären Invest, um eine überdurchschnittliche Qualität zu sichern.

 

Die einzelnen Kosten, die wir übers Jahr gesehen stämmen, sind vielfältig und reichen von Versicherungen, Gebühren für die Klubs, Reise- und Ausstellungskosten, Tierarztkosten, Futterkosten, Energiekosten, Ausstattung in Welpenzimmer und Welpenauslauf, Fotografiekosten, Decktaxen, Bewirtungskosten für Züchterkollegen, Bewirtungskosten für Welpeninteressenten und -käufer, Welpenpakete, Fortbildungskosten, Kommunikationskosten, Kosten rund um die Zucht (Zuchtwart, Ahnentafeln, Zuchtzulassungen, Untersuchungen, DNA-Profil, COLA-Werte, Digitale Hyperkeratose-Untersuchung) und und und.

 

Bitte Äpfel nicht mit Birnen vergleichen!

 

Warum bezahlen Menschen für einen Wühltisch-Welpen aus Osteuropa, für einen sogenannten Designer-Dog (die trendigen Doodles, die KEINE Rassehunde sind, sondern schlicht und ergreifend Mischlinge mit kunterbunter Anatomie, variantenreichen Fellanlagen und nicht vorhersehbarem Charakter), für Tiere aus dem Tierschutz und für Mischlinge unbekannter Herkunft zum Teil erheblich mehr als wir für unsere Welpen verlangen (nicht falsch verstehen, diese Frage stellt nicht die erwähnten Hunde infrage sondern deren Produzenten und Händler)? Diese Verkäufer haben ganz sicher nicht die gleichen Auflagen, die Kosten, die Haltungsbedingungen oder den Zeitaufwand wie wir. Und es gibt auch große Unterschiede bei den Irish Terrier Züchtern in Bezug auf Know-How, „After-Sales-Service“, Haltung, Ausstellungen und Invest in die Zucht – letztlich sieht man dies auch an der Qualität seiner Hunde, wie ambitioniert der Züchter tatsächlich ist. Und wieviele „Züchter“ gibt es, die ihre Welpenkäufer mangels Lust und Know-How nach dem Kauf mit Fragen und Hilfestellungen alleine lassen. 

 

Jeder entscheidet selbst, was ihm ein Welpe wert ist.

 

Ein guter Hund aus einer verantwortungsvollen, ambitionierten Zucht kostet Geld. Unsere Wertschätzung unseren Hunden, den Welpen, unseren Welpenkäufern und nicht zuletzt unseres eigenen Engagements sowie unserer eigenen Zuchtphilosophie gegenüber ist zu groß, als dass wir unsere Welpen unter Wert abgeben. 

 

Es muss jeder für sich beantworten, wieviel ihm ein Welpe als neues Familienmitglied wert ist und welche Herkunft dieser Welpe hat. Wir können nur raten: Macht euch schlau, besucht möglichst viele Zuchtstätten, vergleicht und seid kritisch, wo ihr euren Irish kauft! Der Preis jedenfalls sollte nicht der entscheidende Punkt sein.