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Der Irish Terrier hat eine robuste Gesundheit

Hier gibt’s Gott sei Dank wenig zu sagen, denn der Irish Terrier zählt wirklich zu den gesünderen Rassen. Er leidet weder unter rassetypischen Defekten (d. h. wenn mehr als 10% der Gesamtpopulation betroffen sind) noch ist er besonders anfällig für Krankheiten.

 

Wenn der Irish einmal welche hat, lässt er sich seine Malaisen nicht anmerken, denn schließlich ist er ein wirklich zäher Knochen. Trotz seiner robusten Gesundheit gilt es natürlich, seinen Hund genau zu beobachten und selbst kleinen Veränderungen im Wesen bzw. am Körper auf den Grund zu gehen. Vom Welpenalter an sollte er regelmäßig auf einen Tisch gestellt werden. Hier lernt er das ruhige Stehenbleiben für die unerlässliche Fellpflege und Untersuchungen am gesamten Körper inkl. Fang und Ohren (auch wichtig für Tierarztbesuche!).

Beachtet man, wie unter Gesundheitstipps beschrieben, die Grundregeln der Hundehaltung, wird man in der Regel an seinem Irish Terrier lange Freude haben, denn sie haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 14 bis 15 Jahren.

„Glücklicherweise gehören Irish-Terrier zu den Rassen, die selten krank werden und auch nur wenig unter erblichen Krankheiten leiden, insbesondere nicht unter denen des Bewegungsapparates, die so viele Rassen so schwer belasten.

 

Obwohl ziemlich robust und daher nicht in besonderem Maße gefährdet, können natürlich auch Irish Terrier – wie jedes andere Tier oder wir Menschen – krank werden. Das aber gehört zu den Lebensrisiken eines jeden Lebewesens und ist sicherlich nicht, wie das manches Mal überzeichnet dargestellt wird, der Rasse oder der Rassehundezucht überhaupt zuzuschreiben.“, so Prof. Irene Sommerfeld-Stur, die selbst einen Irish Terrier hatte und eine der international renommiertesten Experten auf dem Gebiet der Genetik bei Hunden ist.

 

Leider baut die Natur bei einem Individuum auch mal Fehler ein oder das Individuum erwirbt sich eine Krankheit. Die allerwenigsten Krankheiten, unter denen ein Hund im Laufe seines Leben erkranken kann, sind genetischer Natur, wenn man Kynologen und Genetikern Glauben schenken darf. Auch wir können selbstverständlich keine Garantie auf Gesundheit und ein langes Leben geben. Ein Hund ist schließlich kein „Produkt“ sondern ein Geschöpf der Natur. Wir versuchen vor einer Verpaarung, möglichst viel abzuklopfen und zu recherchieren, um Risiken zu minimieren. Die Gesundheit und Langlebigkeit unserer Hunde liegt uns wirklich am Herzen. Und dennoch sind wir der Natur und dem Schicksal ausgeliefert und müssen akzeptieren, dass nicht jedes Einzeltier Anspruch auf Gesundheit und ein langes Leben hat – wie wir Menschen.

Das Wichtigste beim Thema Gesundheit ist eine artgerechte Haltung: hochwertiges, artgerechtes Futter (der Hund ist ein Carnivor und damit zählt Fleisch zum Hauptbestandteil seiner Ernährung. Wir haben kein Verständnis für die Vegan- und Vegetarierfraktion bei der Hundeernährung), ausreichend Bewegung, regelmäßiges Entwurmen und Impfen und natürlich viel Liebe und Zuwendung. Damit befindet sich der Hund im seelischen und körperlichen Gleichgewicht und ist für die normalen Attacken auf seinen Körper gerüstet. 

 

Der Irish Terrier zählt wirklich zu den gesünderen Rassen.​

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EIN HUND VOLLER SCHNEID

„Irische Terrier sind im reifen Alter bemerkenswert für Mut, Treue und Liebesfähigkeit – und für kühlen Kopf … Ein Irish Terrier ist ein Löwenhund … er ist voller Schneid.“

schreibt Jack London in seinem weiteren Buch, „Michael, Brother of Jerry“

Hier ein paar Tipps, wie dein Irish Terrier fit und gesund bleibt:

 

1. Das pflegeleichte Haarkleid ist regelmäßig zu bürsten, dabei erkennt man dann auch einen evtl. Zecken- oder Flohbefall. Zecken mit einer Zeckenzange, Flöhe mit einem Flohmittel vom Tierarzt bekämpfen. Am besten prophylaktisch in gefährdeten Gebieten ein Anti-Zecken- und Flohmittel (Tierarzt konsultieren!) im Frühjahr verabreichen (Anwendung muss wiederholt werden) und die Plagegeister bleiben fern.

 

2. Aus hygienischen Gründen ist das Haar rund um After, Vagina bzw. Penis kurz zu halten und auch mal zwischen den Trimm-Terminen zu kürzen.

 

3. Den Irish nicht baden – es sei denn, er hat sich in Exkrementen oder Kadaver geaalt (dann ein Hundeshampoo verwenden) – sein hartes schmutzabweisendes, pflegeleichtes Fell lässt sich leicht durch Bürsten reinigen.

 

4. Läuft der Hund durch Schlamm oder über salzige Wege, ist es notwendig, die Pfoten mit lauwarmen Wasser gründlich zu waschen und zu trocknen. Hilfreich im Winter ist auch eine fettreiche Creme, die die Pfoten vor Salz und Kälte schützt.

 

5. Die Haare in den Ohrmuscheln regelmäßig rupfen oder schneiden und dabei auf Fremdkörper, Schmalz, Rötungen und Milbenbefall achten. Der Hund kratzt sich bei letzterem ständig, das Innenohr ist rotbraun verkrustet und fühlt sich heiß an. Der Tierarzt muss das Ohr reinigen und mit einer Salbe behandeln. Ansonsten genügt die Reinigung mit speziellen Mitteln aus dem Fachhandel. Nicht dabei mit Instrumenten hantieren! Die Reinigung erfolgt im Freien, so dass sich der Hund ordentlich schütteln kann und dabei mit der Reinigungsflüssigkeit Schmalz und Fremdkörper rauskatapultiert.

 

6. Zahnpflege ist ein wichtiges Thema. Am häufigsten sind die Zähne von Plaque bedroht, was zu Zahnstein und Zahnfleischentzündungen führt, vom Mundgeruch einmal ganz abgesehen. Mit der Zeit lockern sich die Zähne bei schlechter Mundhygiene und fallen aus. Im Rahmen der jährlichen Schutzimpfung sollten die Zähne gleich mit kontrolliert werden.

Wenn es erforderlich ist, kann der Zahnstein unter leichter Narkose entfernt werden. Die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen Zahnstein ist das Zähneputzen. Man sollte bereits im frühen Alter damit beginnen. Dann gewöhnt sich der Hund am einfachsten an die Prozedur, und ein starker Zahnsteinbefall kann verhindert werden.

 

7. Läuft der Hund nicht viel auf Asphalt oder Stein, können die Krallen zu lang wachsen. Mit einer Krallenschere sind die Krallen so zu kürzen, dass sie nicht mehr auf dem Untergrund aufstehen. Am besten den Tierarzt machen lassen, wenn man sich unsicher ist, damit die Ader, die in der Kralle verläuft, nicht verletzt wird.

 

8. Manch ein Hund wird leicht reisekrank und verträgt das Autofahren einfach nicht so gut. Grundsätzlich sollte ein Hund nur nüchtern im Fahrzeug mitgenommen werden, um einem Erbrechen vorzubeugen.

Nur in besonderen Fällen sollte ein tierärztlich verordnetes Medikament zur Verhütung der Reisekrankheit eingesetzt werden. Am besten gewöhnt man den Welpen mit kurzen Autofahrten an den Transport. Bewährt haben sich dabei stabile Transportboxen oder auch spezielle Gurtsysteme.

9. Den Hund NIEMALS alleine im Sommer im Auto lassen – Gefahr durch Hitzschlag!

Corny Feet

Das Schreckgespenst „Corny Feet“ (Digitale Hyperkeratose, Abkürzung CF) beim Irish Terrier ist schon lange keines mehr. Gerne wurde es von einer einflussreichen Züchtergemeinschaft als Druck- und Einschüchterungsmittel genutzt, um andere Zuchtstätten zu diskreditieren und Welpenkäufer zu verunsichern. Diese Zuchtstätten brüsteten sich, 100 % CF-frei zu züchten und nutzten dies als billiges Marketinginstrument und als Mittel, um wahrscheinlich von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Für verantwortungsvolle Züchter ist eine Verpaarung, die gesunde, CF-freie Irish Terrier hervorbringt, eine Selbstverständlichkeit und lang geübte Praxis.

 

Was genau ist eigentlich Corny Feet?

Diese Krankheit, die in den letzten Jahren in Deutschland (der letzte Fall war 2005) nicht mehr auftrat und auch weltweit auf dem Rückzug ist, kann Hunde beiderlei Geschlechts betreffen. Es handelt sich um eine Erbkrankheit, bei der der Hund unter rissigen Pfoten leidet, die ihm bei jedem Schritt Schmerzen verursacht. Heilbar ist Corny Feet nicht. Einher geht diese Krankheit mit einem starken Krallenwachstum, verstärkter Hornhautbildung und meistens auch mit einem auffälligen Fell, das für den Laien „nicht gesund“ aussieht – es fehlen die gewünschte, dichte, kräftige Struktur, oftmals Unterwolle, und betroffene Hunde zeigen eine eher gräuliche Fellfarbe.
 

Wie entsteht Corny Feet?

Beide Elterntiere müssen Anlageträger sein, damit Hunde an CF erkranken. Dabei zeigen die Elterntiere keine Anzeichen auf rissige Pfoten und sind auch selbst gesund, können die Krankheit jedoch an ihre Nachkommen weitergeben. Man spricht also von einem autosomal rezessiven Erbgang.

 

Jeder Irish muss durch die Zuchtzulassung, in der die Pfoten auf Auffälligkeiten untersucht werden. Darüber hinaus muss ein Gentest seit 2017 vorgelegt werden. Die Aussage mancher „Züchterkollegen“, dass „andere“ mit kranken Hunden züchten, ist schlicht und ergreifend eine ganz bösartige Denunziation. Hier wird der Begriff „erbkrank“ (= Anlageträger) mit „erkrankt“ gleichgesetzt – was faktisch falsch ist – und damit Welpenkäufer ganz bewusst verunsichert.

Das Risiko, einen CF-kranken Welpen zu züchten ist gleich Null!

Es gibt vereinzelt noch Tiere, die Anlageträger sind und mit denen gezüchtet wird, weil sie vor 2025 die Zuchtzulassung erhielten. Mit Hilfe des Gentests kann jedoch garantiert werden, dass keine kranken Welpen zur Welt kommen. Jeder gesunde Irish Terrier, der die Kriterien der Zuchtzulassung erfüllt, ist für den Genpool wertvoll – auch die Anlageträger, die mit dem richtigen Partner gesunde Welpen hervorbringen!

Mit Hilfe des Gentests wird mit der Zeit das schadhafte Gen in der Rasse gänzlich eliminiert.

Lasst euch als Welpenkäufer nicht verunsichern und lasst am besten die Finger von Züchtern, die versuchen, andere Zuchtstätten durch bewusste Falschinformation in Verruf zu bringen.

Cystinurie

EINE INFORMATION DES FÖRDERVEREIN IRISH TERRIER

 

Was versteht man unter Cystinurie?

Unter Cystinurie (abgekürzt: CU) versteht man eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung, bei der eine Aminosäure, nämlich das Cystin, im Übermaß über den Urin ausgeschieden wird. Da diese Aminosäure unter den chemischen Bedingungen (saures Milieu), die im Urin vorliegen, schlecht löslich ist, kommt es bei vielen erkrankten Tieren zur Bildung von Cystinkristallen in der Harnblase, die sich zu mehr oder weniger großen Steinen entwickeln können.
Insbesondere beim Rüden, der durch den engeren und längeren Aufbau seiner Harnröhre für einen Verschluss derselben anfälliger ist, können Gries oder Steine den Abfluss des Urins blockieren, so dass es zu einem Harnstau kommen kann, der im schlimmsten Fall zu einem Zerreißen der Harnblase und/oder Nierenversagen durch den Rückstau des Urins führen kann.

 

Nicht alle Hunde, bei denen ein erhöhter Cystingehalt des Urins nachgewiesen wird, bilden Steine – offenbar wird deren Entstehung auch noch von anderen, bislang nicht genau bekannten Faktoren beeinflusst. Das Vorliegen einer Cystinurie ist somit zunächst einmal als Disposition zur Bildung von Cystinsteinen zu interpretieren.

 

Welche Maßnahmen treffen viele Züchter gegen das Auftreten der Cystinurie?

Es kann zwar als gesichert gelten, dass die Cystinurie beim Irish Terrier erblich ist, jedoch ist der eigentliche Erbgang bisher nicht bekannt. Es scheint klar zu sein, dass kein einfach rezessiver Erbgang vorliegt. Die tatsächliche genetische Grundlage konnte bisher noch nicht abgeklärt werden.Viele Züchter bemühen sich nun, durch ein Urin-Testverfahren, (den sogenannten COLA-Test, C=Cystin, O=Ornithin, L=Lysin, A=Arginin), die Hunde herauszufinden, in deren Urin ein Übermaß dieser Aminosäuren vorhanden ist und die dadurch offenbar für die Krankheit Cystinurie Merkmalsträger sind. Der COLA-Test erfolgt auf freiwilliger Basis. Eine verpflichtende, vom Zuchtverband vorgeschriebene Untersuchung gibt es bislang noch nicht. Hunde mit erhöhten COLA-Werten sollten in der Zucht nicht eingesetzt werden.

 

Was können Sie als (zukünftiger) Besitzer eines Irish Terriers tun?

Fragen Sie Ihren Züchter, ob er diesbezügliche Tests seiner Zuchthunde vorliegen hat und lassen Sie sich diese ggf. zeigen. Bislang hat sich herausgestellt, dass Testergebnisse, die sich nicht innerhalb der Grenzwerte befinden, fast ausschließlich bei Rüden vorkommen, die der Hündinnen sind – ohne dass es dafür bislang eine Erklärung gibt – fast alle im Normbereich. Festzustellen ist also, dass nur bei den Rüden bislang eine Disposition für diese Krankheit zu ermitteln ist, ebenso treten Steine oder ein Verschluss der Harnröhre nahezu zu 100% nur bei männlichen Tieren auf.

 

Sie können durch eine Urinuntersuchung Ihres Hundes die COLA-Werte Ihres Hundes testen lassen, um eine mögliche Disposition Ihres Tieres abzuklären. Mit diesem Test sollten Sie aber warten, bis Ihr Hund mindestens 15 Monate alt ist, da der Stoffwechsel jüngerer Hunde noch nicht ausgereift ist. Dazu wird durch Ihren Tierarzt Urin (braucht nicht steril zu sein) am besten an das Labor Laboklin (www.laboklin.de) geschickt, denen der recht seltene Test bekannt ist. Geben Sie den Auftrag, die COLA-Werte, den pH-Wert des Urins sowie das Sediment des Urins auf Cystinkristalle zu untersuchen. Der COLA-Test kostet nach unseren bisherigen Erfahrungen zwischen 70–110 Euro.

 

Falls Ihr Hund erhöhte Werte aufweist, heißt das, dass er eine erhöhte Disposition für die Bildung von Cystinsteinen hat. Ihr Hund ist deswegen nicht akut erkrankt, doch Sie können einige Maßnahmen ergreifen, damit er keine Steine bildet und/oder es nicht zu einem Verschluss des Harnleiters kommt.

 

Durch eine entsprechende Fütterung, die insbesondere eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme des Hundes und eine Reduzierung der Methioninzuführung durch geeignetes Futter anstrebt, kann versucht werden, den Urin des Hundes basisch zu halten, so dass sich keine Kristalle/ Steine bilden können. Dabei können jedoch andere Risiken entstehen, sprechen Sie darüber mit Ihrem Tierarzt. Die Blase von Rüden mit erhöhten COLA-Werten sollte durch regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen vorsorglich auf Steine untersucht werden. Röntgenbilder reichen zur Feststellung von möglichen Steinen nicht aus.

 

Es hat sich auch gezeigt, dass eine Kastration offenbar eine vorbeugende Maßnahme gegen Steinbildung darstellt. Weitere Informationsmöglichkeiten gibt es auch im Internet. Sie sollten Ihren Hund gut beobachten! Falls sein Urin blutig ist, grießartige Teilchen enthalten sind oder Ihr Rüde womöglich gar keinen Urin absetzen kann, ist höchste Eile geboten! Sie sollten sofort zum Tierarzt, am besten in eine Tierklinik fahren, denn es handelt sich insbesondere bei letzterem um einen dringenden Notfall!

 

Weisen Sie Ihren Tierarzt darauf hin, dass es womöglich Cystinurie sein kann.

Viele Tierärzte behandeln bedauerlicherweise zuerst mit Anitbiotika gegen Blasen- oder Prostataentzündung, wobei wertvolle Zeit verstreicht. Die Steine müssen operativ entfernt werden und im Idealfall wird der Rüde in einem kastriert. Damit ist die Cystinurie gestoppt. Cystinurie ist eine bislang glücklicher Weise nur selten auftretende Stoffwechselerkrankung des Irish Terriers. Falls diese bei Ihrem Irish Terrier festgestellt wurde, wenden Sie sich für ausführlichere Informationen und Hilfen gerne an Ihren Züchter! (Teile dieser Information wurden mit freundlicher Genehmigung aus Veröffentlichungen von Prof. Irene Sommerfeld-Stur, Veterinärmedizinische Universität Wien, entnommen.)

 

Weitere Informationen: www.cystinurie-irishterrier.de

Impfungen beim Irish Terrier

Wenn die Welpen in ihr neues Zuhause kommen, sind sie gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose geimpft und mehrfach entwurmt. In der 8. Woche erhalten die Welpen diese erste Grundimmunisierung. Mit 12 Wochen wird diese Impfung wiederholt und durch Tollwut ergänzt. 


Neben den oben genannten Erkrankungen kann man seinen Hund auch gegen Borreliose, Herpes und Zwingerhusten impfen lassen. Es sollten grundsätzlich nur die Impfungen vorgenommen werden, die nach Einschätzung des Tierarztes unbedingt notwendig sind. Dabei wird er sich u. a. nach der „Seuchensituation“ in Eurer Wohnregion richten. Ferner spielt eine Rolle, ob Ihr mit dem Hund regelmäßig Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen besucht oder mit ihm verreisen möchtet.

 

In welchem Abstand die Wiederholungsimpfungen angeraten sind, hängt i. d. R. von der Zulassung des jeweiligen Impfstoffes ab. Bitte fragt den Tierarzt Eures Vertrauens. Der VDH empfiehlt in einem Artikel folgendes Impfschema für Hunde. Darin kommt zum Ausdruck, dass letztlich die individuelle Situation über den Impfplan, insbesondere über die Widerholungsimpfungen, entscheidet.

Impfschema

Grundimmunisierung für Welpen und Junghunde

8te Lebenswoche
Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose

12te Lebenswoche
Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut

16te Lebenswoche
Staupe, HCC, Parvovirose, Tollwut

15ter Lebensmonat
Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut

 

Wiederholungsimpfungen

Leptospirose: jährliche Wiederholungsimpfungen (in Endemiegebieten häufiger)

HCC, Parvovirose, Staupe: Wiederholungsimpfungen ab dem 2. Lebensjahr in drei-jährigem Rhythmus sind ausreichend.

Tollwut: In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung vom 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen genannten Wiederholungsimpftermine.

Trotz gewissenhafter Recherchen übernehmen wir keine Garantie für Aktualität und fachliche Richtigkeit der Informationen.​

Entwurmen eines Irish Terriers

Im Alter von etwa 2 Wochen werden Hundewelpen erstmalig entwurmt. Diese Prozedur wiederholen wir in 14-tägigem Abstand. Dabei verwenden wir Wurmmittel, welche für Welpen geeignet sind. Nicht immer werden damit alle möglichen Wurmarten abgedeckt – wobei wir bei unseren Hunden noch nie Würmer festgestellt haben. Daher kommt Euch als neue Besitzer spätestens vor der Impfung mit der 12. Woche die Aufgabe zu, die Entwurmung zu wiederholen. Evtl. empfiehlt euch der Tierarzt jetzt ein anderes Mittel mit breiterem Wirkungsspektrum.

 

Die Entwurmungen müssen im Laufe des Lebens oft wiederholt werden (3- bis 4-mal im Jahr), wobei man nicht blindlings dem Schema auf der Packungsbeilage folgen muss. Zwingend wird vor allem aber nach einem Flohbefall entwurmt! Hunde, die z. B. häufig Mäuse ausgraben und verspeisen oder anderweitig Kontakt zu Parasitenträgern haben, müssen öfter entwurmt werden. Hunde, die vorwiegend im Haus gehalten werden und selten Kontakt zu anderen Tieren bzw. deren Auscheidungen haben, benötigen kein Entwurmen nach „Schema F“. Hier ist es besser, durch eine Kotprobe erst einmal abklären zu lassen, ob überhaupt Wurmbefall vorliegt und erst dann zur Entwurmung zu schreiten.

 

Wir empfehlen etwa vierteljährlich ein mild wirkendes Kombipräparat gegen Spul-, Haken- und Bandwürmer, z.B. Milbemax. Auch haben wir gute Erfahrungen mit Bravecto Plus gemacht.

Der beste Schutz gegen Würmer sind: rasches Entfernen von großen Geschäften, regelmäßiges Reinigen von Schlafplätzen, Körbchen usw., Abwaschen der Näpfe nach jeder Mahlzeit, Bekämpfung von Flohbefall und verhindern, dass der Hund Kadaver und Fallobst verzehrt. Man sollte bei aller Liebe den Hund nicht durch das Gesicht lecken lassen, denn einige Würmer sind auf Menschen übertragbar. Seine Zuneigung kann der Hund durch Belecken unserer Hände zum Ausdruck bringen, die wir dann anschließend abwaschen können (wobei wir den Kuss eines Hundes hinters Ohr durchaus zu schätzen wissen ...).

Zeckenprophylaxe ist für uns ein Muss!

Habt ihr gewusst, dass die Auwaldzecke
• mittlerweile in allen deutschen Bundesländern beheimatet ist?

• auch „Winterzecke“ genannt wird?
• bei Temperaturen von 4°C und nächtlichem Bodenfrost noch aktiv ist?
• im Frühjahr von Februar bis April sowie im Herbst von September bis November am aktivsten unterwegs ist?
• ganzjährig nachweisbar ist?

• Überträger von Babesia Canis ist, dem Erreger für Babesiose?

 

In einer europäischen Studie konnten 20% der untersuchten Auwaldzecken positiv auf Babesia Canis getestet werden. Die Ansteckungsrate von Hunden mit Babesia Canis geht eindeutig einher mit der lokalen Aktivität der Auwaldzecke.

 

Und nicht zu vergessen: Eine akute Babesiose stellt einen potenziell lebensbedrohlichen Notfall dar!


Eine einfache und effektive Lösung: Zeckenprophylaxe! Das empfehlen auch die Experten von ESCCAP (www.escaap.de). Und das am besten über den gesamten Zeitraum, in dem Zecken aktiv sind.

 

Wir können verstehen, wenn sich Hundehalter gegen eine professionelle Zeckenprophylaxe entscheiden, weil sie ihr Tier keiner Chemie aussetzen möchten. Doch die steigende Gefahr einer Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose, Babesiose, Rickettsiose oder FSME ist nicht zu unterschätzen und die Behandlungen dieser Krankheiten bedeuten für jedes Tier eine viel höhere Belastung mit ggf. Spätfolgen.

    

Die Präparate, die auf dem Markt sind, sind alle jahrelang bewährt: Ob ein Spot-On-Präparat, permanent getragene Anti-Zecken-Halsbänder bis hin zur Tablette, welche eine – je nach Präparat – ein- bis dreimonatige Wirkung aufweist. Für den optimalen Schutz empfehlen wir zusätzlich die Borreliose-Impfung, die jährlich aufgefrischt wird. Einen 100%-igen Schutz gibt es nicht, jedoch kann man das Risiko einer Erkrankung durch einen Zeckenbiss minimieren. Wir haben mit Bravecto über Jahre die besten Erfahrungen gemacht und schützen damit unsere Hunde 365 Tage lang.

Endo- & Ektoparasiten beim Hund – was du wissen musst!

Wusstest du, dass dein Hund täglich dem Risiko ausgesetzt ist, von Parasiten befallen zu werden? Diese ungebetenen Gäste heißen Endo- (Innenparasiten) und Ektoparasiten (Außenparasiten) – und sie können deinem Vierbeiner ganz schön zusetzen.

 

Welche Parasiten gibt es?​

Endoparasiten (leben im Inneren des Körpers):

• Würmer wie Spulwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer

• Giardien

• Kokzidien

Ektoparasiten (leben auf der Haut oder im Fell):

• Flöhe

• Zecken

• Milben

• Läuse

 

Wie werden Parasiten übertragen?​

•  Über das Maul beim Schnüffeln oder Ablecken von infizierten Flächen, Kot oder anderen Tieren

•  Über kontaminiertes Wasser oder Futter

•  Durch direkten Kontakt mit befallenen Tieren

•  Zecken übertragen zusätzlich gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose

 

Typische Symptome:​

• Juckreiz, Haarausfall, Hautveränderungen

• Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen

• Appetitlosigkeit, allgemeine Schlappheit

• Bei starkem Wurmbefall: sichtbare Würmer im Kot oder Erbrechen

 

Was hilft im Ernstfall?

Wir setzen auf gezielte Entwurmung und antiparasitäre Mittel (Spot-ons, Tabletten oder Halsbänder) – individuell abgestimmt auf den Hund. Auch Kotuntersuchungen und regelmäßige Checks gehören dazu.

 

Hygienetipps für Zuhause:

• Kot deines Hundes regelmäßig entfernen – auch im Garten!

• Decken, Körbchen & Spielzeug oft waschen

• Hände nach dem Streicheln und Gassi waschen

• Kontakt zu fremdem Kot möglichst vermeiden

 

Prophylaxe ist das A und O!

Viele Parasiten lassen sich durch regelmäßige Vorsorge vermeiden. Wir empfehlen:

• Monatliche Floh- und Zeckenprophylaxe (je nach Saison)

• Regelmäßige Entwurmung (je nach Alter & Lebensweise)

• Jährlicher Gesundheits-Check inkl. Parasitenkontrolle

Das Thema Kastration oder Sterilisation von Hunden wird nicht nur unter Tierärzten, sondern auch unter Züchtern, Tierschutzorganisationen und Hundebesitzern intensiv diskutiert.
Lange Zeit galt die Kastration als eine Art „Allheilmittel“: Man glaubte, der Hund lebe gesünder, sei ausgeglichener und das Risiko bestimmter Krankheiten könne nahezu ausgeschlossen werden. Doch unsere Erfahrungen als Züchter und auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: So einfach ist es nicht.

Wir tragen Verantwortung – für unsere eigenen Hunde, für die Welpen, die bei uns geboren werden, und für die Menschen, die ein solches Tier später in ihre Familie aufnehmen. Deshalb möchten wir in diesem Artikel unsere Sicht auf die Kastration schildern: praxisnah, ehrlich und mit Hinweisen, die künftigen Hundebesitzern helfen sollen, eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen.

Kastration oder Sterilisation – wo liegt der Unterschied?

  • Kastration bedeutet, dass die Keimdrüsen (Hoden beim Rüden, Eierstöcke bei der Hündin) entfernt oder funktionsunfähig gemacht werden. Damit ist der Hund nicht mehr fortpflanzungsfähig, und die Geschlechtshormone fallen weg.

  • Sterilisation bedeutet dagegen nur die Durchtrennung der Ei- oder Samenleiter. Der Hund bleibt hormonell unverändert, ist aber nicht mehr fruchtbar.
    In Deutschland wird fast ausschließlich kastriert, weil dies von Tierärzten und Tierschutzorganisationen als Standard angesehen wird. Die Sterilisation wäre für viele Hunde jedoch eine mildere und gesündere Alternative, die leider zu selten in Betracht gezogen wird.

 

Welche Vorteile kann eine Kastration haben?

Es wäre falsch zu behaupten, die Kastration sei grundsätzlich schlecht. Sie kann durchaus sinnvoll sein:

  • Bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Gebärmuttervereiterung, Hodentumoren, Cystinurie) ist sie sogar lebensrettend.

  • Hündinnen werden nicht mehr läufig – das ist im Alltag oft eine Erleichterung.

  • Manche Rüden mit starkem Sexualtrieb kommen nach einer Kastration besser zur Ruhe.

Doch diese Vorteile sind immer individuell zu betrachten – nicht jeder Hund profitiert gleichermaßen.

 

Welche Probleme können auftreten?

Die Liste möglicher Nebenwirkungen ist lang. In unserer Praxis und Erfahrung sehen wir vor allem diese Punkte:

  • Gewichtszunahme: Viele kastrierte Hunde nehmen leicht zu, weil sich ihr Stoffwechsel verändert. Wer das nicht durch angepasstes Futter (30 % weniger füttern!) und ausreichend Bewegung ausgleicht, riskiert Übergewicht.

  • Inkontinenz: Vor allem Hündinnen können nach einer Kastration Probleme mit dem Wasserhalten bekommen. Das kann belastend sein und ist nicht immer gut behandelbar.

  • Erkrankungen: Bestimmte Krebsarten, Blasenentzündungen, Magendrehungen, Vaginitis, Gelenkprobleme oder Schilddrüsenstörungen treten bei kastrierten Hunden deutlich häufiger auf – besonders, wenn sie sehr früh kastriert wurden.

  • Immer deutlicher wird, dass Geschlechtshormone weitaus mehr Funktionen haben, als man das bisher dachte. Unter anderem fällt auf, dass in mehreren Studien das erhöhte Risiko einer Krebserkrankung bei kastrierten Tieren belegt werden konnte. Zu den Krebsarten, die teilweise signifikant häufiger auftreten, gehören unter anderem: — Hämangiosarkome (Tumore des blutbildenden Systems wie z.B. der Leber oder der Milz) — Mastzelltumore (schwer therapierbarer Hautkrebs) — Lymphome (eine Art Leukämie) — Prostatakarzinome — Osteosarkome (sehr aggressiver Knochenkrebs)

  • Fellveränderungen: Bei manchen Rassen (auch beim Irish Terrier) kann das Fell nach der Kastration wolliger, dichter und schwerer pflegbar werden.

  • Verhalten: Eine Kastration macht keinen „besseren Hund“. Aggressionen oder Ängste lassen sich durch Training und klare Führung besser behandeln. In manchen Fällen verschlechtern sich Verhaltensthemen nach einer Kastration sogar.

 

Der rechtliche Rahmen

Wenige Hundebesitzer wissen: In Deutschland ist die Kastration ohne medizinischen Grund eigentlich verboten. Trotzdem wird sie massenhaft durchgeführt – oft als reine Routine oder als Standardauflage im Tierschutz. Wir finden: Hier sollte man kritisch hinterfragen, ob das immer im Sinne des Hundes ist.

 

Was heißt das für künftige Hundebesitzer?

Als Züchter empfehlen wir jedem Interessenten:

  • Überlegt genau, warum ihr euren Hund kastrieren lassen wollt. „Weil man das so macht“ oder „damit er ruhiger wird“ sind keine guten Gründe.

  • Sprecht mit eurem Tierarzt über Alternativen wie die Sterilisation

  • Ein Kastrationschip ist keine Alternative zur operativen Kastration, denn die Nachteile sind die gleichen.

  • Beobachtet euren Hund: Nicht jedes Verhalten ist hormonell bedingt. Vieles lässt sich mit Training und konsequenter Erziehung regeln.

  • Denkt an die Vorsorge: Unkastrierte Hunde brauchen Aufmerksamkeit – regelmäßige Kontrollen, Abtasten und Ultraschalluntersuchungen können Risiken wie Tumore oder Gebärmutterentzündungen frühzeitig erkennen.

 

Unser Fazit als Züchter

Die Kastration ist kein Allheilmittel – und sie ist auch kein „Muss“. Sie kann sinnvoll sein, wenn es medizinische Gründe gibt oder wenn ein Hund dauerhaft leidet. Aber sie sollte nie leichtfertig oder aus einer Bequemlichkeit heraus durchgeführt werden.

Zwei sehr informative, fundierte Artikel zum Thema Kastration könnt Ihr hier nachlesen: https://www.veto-tierschutz.de/magazin/hunde-ratgeber/kastration-hund-vorteile-nachteile-kosten/

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Nicht alle auf dieser Website gezeigten Irish Terrier sind aus unserer Zucht oder sind in unserem Besitz oder Eigentum. Die Nutzungsrechte aller Fotos sind geklärt (siehe Impressum) und liegen uns vor bzw. es bestehen keine Urheberrechte mehr. Damit du die Texte flüssig lesen kannst, verzichten wir auf das Gendern, betonen allerdings ausdrücklich, dass bei uns alle Menschen, welchen Geschlechts auch immer, gleichbehandelt und wertgeschätzt werden. Wir lieben Menschen jeglicher Couleur, aber eine Bitte: Nazis, Faschisten sowie rechte und linke Populisten mögen einen großen Bogen um uns machen. 

Jörg Brossette & Dirk Koch · hello@caramels-irishterrier.de

Quierschieder Straße 21 · 66299 Maybach · Saarland

 

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