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Die Geschichte der Rasse Irish Terrier

 

Der Irish Terrier ist eine der ältesten Terrierrassen

Die Iren behaupten über den Irish, die Rasse sei so alt wie die Insel selbst und von Kobolden erschaffen worden – so die überlieferte Geschichte. Als gesichert gelten kann dagegen, dass der Irish Terrier wahrscheinlich eine der ältesten Terrierrassen ist. In Irland wurden vier Terrierrassen gezüchtet, die sich in Art und Wesen von den Terriern des europäischen Festlandes und Großbritannien unterscheiden. Als einer der Vorfahren hatte der Irish vermutlich den ausgestorbenen Black and Tan Terrier und einen größeren weizen-farbenen Terrier. Bis 1880 war die Farbe der Irish Terrier entsprechend ziemlich uneinheitlich. Aufgrund der recht unterschiedlichen Vorfahren waren sie neben rot gelegentlich auch schwarz-loh (black and tan) gefärbt oder auch gestromt. Schwarz-loh und gestromt versuchte man züchterisch gänzlich durch weizen, rot-weizen und rot zu ersetzen. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts an setzte sich Rot als Farbe durch, das von einem hellen Orange bis hin zu einem Dunkelrot reichen kann. Die ebenfalls erlaubte Farbe Weizen ist mittlerweile nahezu ausgestorben.

 

Turbulente Anfangsjahre

Der Irish Terrier erschien 1875 zum ersten Mal als anerkannte Rasse auf einer Hundeausstellung in Schottland. Ein Jahr später wurden „Banshee“ und „Spuds“ auf einer Ausstellung in Brighton vorgeführt. Die Farbe war recht uneinheitlich, die Größe variierte stark und generell war das gesamte Erscheinungsbild noch ziemlich unausgegoren. Ein Züchter namens G. R. Krehl definierte schließlich einen Standard (FCI 139), der bis heute der Maßstab für Zucht und Show darstellt (wobei es hier viel Interpretationsspielraum seitens der Züchter und Richter gibt). Parallel dazu existiert auch ein Amerikanischer Standard, der leichte Abweichungen vom Original aufweist. Erstklassiges „Zuchtmaterial“ wurde im ersten Weltkrieg von Irland nach Amerika verkauft, wo die Irish dann dort sehr typvolle Nachzuchten hervorbrachten und die Qualität der Rasse in den USA enorm verbesserten.

 

Zurück zu den Anfängen: Ab 1879 bringen die beiden irischen Terrier Ch. Erin und Killney Boy viele Champion-Nachzuchten hervor und gelten somit als die „Eltern“ der Rasse. 1879 wurde der Irish Terrier Club in Dublin ins Leben gerufen. Die Rasse war die erste irische Terrierrasse, die vom englischen Kennel Club anerkannt wurde.

 

Die 1880er Jahre standen dann in Großbritannien im Zeichen der Irish Terrier. Während dieser Zeit waren sie die viertbeliebteste Rasse! In dieser Dekade kam es zu großen Veränderungen im Erscheinungsbild: Es war damals noch üblich, die Ohren von Terriern und einigen anderen Rassen zu kupieren, aber im Jahr 1889 verlangte der Irish Terrier Club, dass alle Hunde, die nach dem 31.12.1889 geboren wurden, unkupierte Ohren haben mussten, wenn sie unter den Regeln des Kennel Club ausgestellt werden sollten. Der Aufschrei war groß, führte jedoch schließlich dazu, dass in Großbritannien keine kupierten Ohren mehr für alle Rassen zulässig waren. Bis zum Kupierverbot der Rute dauerte es allerdings mehr als hundert Jahre. In Deutschland werden Ruten seit 1998 generell nicht mehr kupiert (außer bei manch jagdlich geführten Rassen, zu denen die Irish Terrier nicht zählen).

 

Der Irish Terrier erobert die Welt und die Herzen der Menschen

Die Rasse der Irish Terrier verbreitete sich schnell in die Vereinigten Staaten und auf dem Kontinent. Der erste Irish Terrier wurde 1881 auf der Westminster Kennel Club Show gezeigt, und der erste irische Terrier, der beim American Kennel Club registriert war, war Aileen im Jahr 1885. Der Irish Terrier Club of America wurde 1896 gegründet.

 

Im Ersten Weltkrieg zeichneten sich Irish Terrier als Botenhunde und Wächter aus und erhielten viele Auszeichnungen für ihre Tapferkeit, Intelligenz und Loyalität. Der Kommandant der britischen War Dog School, Oberstleutnant EH Richardson, schrieb über sie: „Viele Soldaten sind heute durch den Einsatz eines dieser Terrier am Leben ... Sie sind außerordentlich intelligent, treu und ehrlich. Einem Mann, der einen von ihnen als Begleiter hat, wird niemals ein wahrer Freund fehlen.“

Aus dieser Zeit stammt der Ruf des Irish Terriers, ein „Daredevil“, ein Teufelskerl, ein Draufgänger zu sein, der keinem Kampf aus dem Weg geht und leicht in eine Rauferei mit Artgenossen gerät. Bis in die 1990er Jahre genoss der Irish nicht den besten Ruf: Noch heute findet man in vielen Hunde-Enzyklopädien viele Vorurteile, falsche Darstellungen und überholte Klischees über die Rasse. Dank sorgsamer Selektion vieler engagierter Züchter im In- und Ausland ist es über die Generationen gelungen, das Temperament des Irish auf ein gemäßigtes und zeitgemäßes Niveau zu senken, so dass wir heute einen ausgeglichenen Familien- und Begleithund haben, der vielseitig eingesetzt werden kann. Der Irish kann seine Gene nicht verleugnen und so zeigt er zwar nach wie vor Mut und Entschlossenheit, wenn er provoziert wird, geht jedoch unnötigen Kämpfen aus dem Weg.

Aus dem rauhen irischen Teufelskerl ist somit über die Jahrzehnte ein wunderbar eigenständiger und eigensinniger Familienhund geworden, der als Allrounder seine Familie durch dick und dünn begleitet.

Und warum der Irish nun auch der richtige Hund für dich sein wird, das erfährst du hier.

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